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30.08.2018, Stellungnahme zum FT-Bericht vom 24.08.2018 - Wasserspender für die Region

 

Mit dem Bau der Talsperre wurde zweifelsohne die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser im nordbayerischen Raum erhöht.

Für den Markt Nordhalben hatte der Bau einschneidende Konsequenzen.

Hier sei beispielsweise an die den jahrelangen Rechtsstreit um das Fischereirecht der Marktgemeinde Nordhalben oder den fragwürdigen Praktiken beim Grundstücksaufkauf erinnert.

Seit der Inbetriebnahme der Ködeltalsperre wird die betroffene Bevölkerung / Kommune nicht an der Wertschöpfung /Trinkwasservermarktung  beteiligt, sondern muß im Gegenteil Nachteile, wie nicht eingehaltene Versprechungen (Wassertourismus auf Vorstau) sowie vielerei Einschränkungen und Verbote im Gemeindegebiet tragen.

 

Die damaligen Vorgänge rund um den Bau der Ködeltalsperre, haben bis heute das Vertrauen der Bürger in den Staat erschüttert.

Dies war im letzten Jahr, bei der auch in Nordhalben sehr heftig geführten Diskussion um einen "Nationalpark Frankenwald" wieder zu spüren:

"Die haben uns schon damals bei der Talsperre übers Ohr gehauen, jetzt versuchen sie es wieder".

 

Eine dauerhafte, finanzielle Entschädigung der Marktgemeinde Nordhalben, durch eine Beteiligung an der Trinkwasservermarktung, ist überfällig.

 

Kritisch ist, daß bisher eine Nebeneinander von kleinen, kommunalen Trinkwasserversorgungen und Fernwasser von den Betreibern  der Ködeltalsperre nicht gewünscht ist.

Gerade die Ereignisse in der heutigen Zeit zeigen deutlich, daß es wichtig ist, mehrere Standbeine in der Trinkwasserversorgung zu haben.

Andere Behörden haben dies bereits erkannt.

Ein Oberflächenwasserspeicher wie die Ködeltalsperre, sowie nur eine große, zentrale Wasserversorgung haben auch ihre Schwachstellen.

Ein Schließen von eigenen, kommunalen Quellen oder Brunnen ist daher keine Option für die Zukunft.

Deshalb kämpft die Marktgemeinde Nordhalben aktuell vor Gericht um das Wasserrecht  und den Wiederanschluß der eigenen Quellen.

 

Erst wenn ein faires Nebeneinander von großen und kleinen Wasserversorgern  und ein finanzieller Ausgleich der betroffenen Kommune an der Trinkwasservermarktung Realität ist, kann man bei der Ködeltalsperre von einer "Erfolgsgeschichte für Alle" sprechen.

 

Michael Pöhnlein

1.Bürgermeister

Markt Nordhalben

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